Frau 40, mit Schlafstörungen


Ihre Oma hatte zuvor auf die Nichte aufgepasst, welche dann in ihrer Obhut am plötzlichen Kindstod gestorben war. Die Familie gab der Oma die Schuld. Ab dem dritten Lebensmonat wurde dann auch sie tagsüber zu dieser Oma gebracht, welche nun panische Angst hatte, dass noch ein Baby bei ihr sterben könnte. Deshalb ließ sie das Baby nur kurz schlafen und hielt es dann wach. Egal um welche Uhrzeit sie nun aufwachte, so konnte sie danach nicht wieder einschlafen. Nicht weiter zu schlafen wirkte immer noch in ihr wie ein alter Befehl der Oma. Dieser wurde in der Behandlung entkoppelt. Darüber hinaus benutzte sie Schlafentzug auch als Selbstbestrafung, wenn sie sich schuldig fühlte. Das bedeutete, dass das Baby glaubte es sei schuldig und man würde es deshalb nicht schlafen lassen. Also galt es auch diesen Komplex zu bearbeiten, damit sie nun endlich ausgeschlafen durchs Leben geht. Was sie seitdem auch tut.

 

 

Mann 28, mit Tinnitus und Schlafstörungen


Wegen seines Tinnituses hatte er abends schon Angst vor dem Zubettgehen. Er lag oft stundenlang wach und wälzte sich von einer Seite auf die andere.

Direkt nach der Geburt wurde er von seiner Mutter getrennt. Er hatte sich, als Embryo, über den immerwährenden Herzschlag seiner Mutter sehr mit ihr verbunden gefühlt. Obwohl jeder das Leben über die 5 Sinne wahrnimmt, ist ein Sinn oft ausgeprägter. Für ihn was es der Hörsinn. Die Stille, der das Baby ohne Geborgenheit ausgesetzt war, fühlte sich wie eine unerträgliche Leere an. Nach einer Trennung holte ihn das Gefühl als Erwachsener wieder ein und der Tinnitus begleitete ihn von da an, um diese unerträgliche Leere zu übertönen.

Auch wenn der Körper versuchte ihm damit zu helfen, raubte ihm diese Lösung doch den Schlaf. Nachdem er alle negativen Gefühle des Babys, so wie die Angst vor dem Alleinsein und der Stille überwunden hatte, konnte der Körper den Tinnitus gehen lassen. Seitdem schläft er entspannt ein und wacht am Morgen erholt auf.

 

 

Frau 46, mit Schlafstörungen


Nach dem Tod ihrer Oma lag sie ab 2.00 morgens wach. Sie hing sehr an dieser Oma, sie war für sie eine enge Vertraute. Als ihre Oma im Sterben lag, wachte sie an deren Bett, was sie sehr erschöpfte. Einens abends löste Ihre Mutter sie ab und schickte sie nach Hause. In dem Glauben, dass die Mutter die ganze Nacht dort bleiben würde, ruhte sie sich aus. Doch die Mutter ging nach Hause und die Oma starb um 2.00 Uhr. Die Oma ohne Abschied verloren zu haben, war unerträglich für sie. Sie fühlte sich verlassen.

Als Embryo hatte sie einen Zwilling gehabt, der sie schon im Mutterleib verlassen hatte. In der Therapie stellte sich heraus, dass sie diesen Verlust nie überwunden hatte. Für sie fühlte es sich so an, als ob sie wach geworden war und er war weg, ohne Abschied. Sie verspürte eine große Leere, die sich genauso anfühlte wie die Leere nach dem Tod der Oma.

Um den Konflikt der inneren Leere im nach hinein zu lösen weckt ihr Körper sie jetzt jede Nacht zur Todeszeit der Oma. Wenn sie damals zu dieser Zeit wach dort gewesen wäre, wäre alles gut gewesen. Sie arbeitete beide Verluste und ihre innere Leere auf und kann jetzt schlafen. Jedoch wacht sie um 2.00 Uhr immer noch auf, dreht sich danach wieder um und schläft weiter. Sie wollte sich von diesem Aufwachen nicht trennen, weil es sich in ihrer Verbundenheit mit ihrer Oma richtig anfühlt. Trotz dieses Aufwachens geht sie ausgeschlafen und erholt in den nächsten Tag.

 

 

Frau 33 und 2 ihrer Kinder, die nicht mehr schliefen


Nachdem sie sich für einen chirurgischen Eingriff mit Vollnarkose entschieden hatte, konnten sie und ihre Kinder nachts nicht mehr schlafen.

Sie hatte Angst nach der Narkose nicht wieder aufzuwachen. Es stellte sich heraus, dass ihre Oma 2 Kinder auf tragische Weise verloren hatte und diese bedrohliche Information des Todes an sie weiter gegeben worden war. Nachdem sie diese Angst aufgelöst hatte, entband sie auch ihre Kinder von ihrer -für sie mitgetragenen Angst- und die ganze Familie konnte wieder gut schlafen.

 

 

Junge 20 Monate, mit Einschlafproblemen


Nach der Entbindung durch einen Kaiserschnitt durfte er nachts nicht bei seiner Mutter bleiben. Durch dieses traumatische Erlebnis stellte er nun immer sicher, dass Mama abends noch bei ihm war. Wenn sie das Zimmer verlassen wollte, schreckte er sofort auf und es dauerte meistens bis zu 1,5 Stunden bis er wahrhaftig eingeschlafen war. Seitdem er seinen Stress gelöst hat, schläft er immer direkt und friedlich ein.