1. Die Erschlaffung des Gaumenseglers

führt zu nächtlichen Atemaussetzern.

 

Der Luftstrom im Rachenraum ist behindert.

Hierbei wechselt sich lautes Schnarchen mit längeren Atemstillständen ab.

 

Das Gaumensegel ist der weiche Bereich oben am Gaumen, an dem das Zäpfchen hängt. Es ist an der Abgrenzung zwischen Luft- und Speiseweg beteiligt. Durch Muskelentspannung ist der Rachenraum im Schlaf enger als im Wachzustand. Je mehr Atem sich am Gaumensegel vorbeizwängt, desto mehr bewegt es sich und um so lauter wird das Schnarchen.

 

Dieses Phänomen tritt meist bei dickleibigen Menschen auf

Bei einer Behandlung auf Ursachenebene ist das Thema Übergewicht von hervorstechender Bedeutung. Da dies sehr umfangreich ist, werden hier nur die für den Schlaf notwendigen Aspekte aufgeführt.

 

Für einen guten Schlaf, muss ich mich sicher, geborgen und wohlbehütet fühlen. Diese Erfahrung kann ich nur als Baby durch genügend Kontakt, besonders den direkten Hautkontakt mit meiner Mutter machen. Dieser bietet mir eine real spürbare Sicherheit und ich baue Urvertrauen auf. Dann bin ich in der Lage überall und unter allen Bedingungen zu schlafen.

 

Habe ich mich eher einsam gefühlt und mache nun eine vergleichbare Erfahrung des Alleingelassenseins, in der ich keine Lösung finde, werde ich auf körperlicher Ebene reagieren. Für den Fall, dass sich niemand mehr um mich kümmert, lege ich Fettreserven an. Ich bilde eine Schutzschicht gegen die kalten Temperaturen sowie die Kälte, die durch Wegfall des Körperkontaktes entstanden ist. Häufig passiert dies nach dem Verlust eines geliebten Partners und erklärt auch, warum jeder davon betroffene Übergewichtige zu einem anderen Zeitpunkt zugenommen hat.

 

Anmerkung: In der Praxis hat sich gezeigt, dass bei dieser Schlafapnoe das Aufarbeiten des emotionalen Themas zur Lösung führte, ohne dass Gewicht reduziert werden musste. Also steht hierbei nicht das Abnehmen im Vordergrund!

 

Trockener Mund in der Nacht

Fühle ich mich akut allein gelassen (das ist auch in einer Partnerschaft möglich), kommen eventuell noch Existenz- oder Geldsorgen hinzu, kann ich mit zusätzlichen Wassereinlagerungen für Notfälle reagieren. Nächtliches Aufwachen mit einem trockenen Mund ist ein deutliches Zeichen, dass ich während des Schlafes in einem solchen Konflikt aktiv sein könnte.

2. Ein Konflikt mit sozialer Komponente

führt zu nächtlichen Atemaussetzern.

 

Zum besseren Verständnis; der Lungenkreislauf

Ist der Körper entspannt, so wie im Schlaf, bedient er sich unbewusst der Bauchatmung und der Zwerchfellatmung. Beim Einatmen zieht sich das Zwerchfell zusammen. Das erlaubt der Lunge sich auszudehnen und sauerstoffhaltige Luft aufzunehmen. In der Lunge reichert sich das Blut mit Sauerstoff an und fließt nun über den linken Vorhof in die linke Herzkammer. Von dort aus hilft der Herzmuskel dieses Blut im ganzen Körper zu verteilen. Da es sich um einen Kreislauf handelt, unterstützt der rechte Herzmuskel den Transport des sauerstoffarmen Blutes aus dem rechten Vorhof in die rechte Herzkammer zur Lunge. Beim Ausatmen bewegt sich das Zwerchfell wieder nach oben und trägt dazu bei, dass die Lunge die verbrauchte Luft aus dem Körper befördert.

 

Während des Schlafes könnte es zu Atemaussetzern kommen, weil ich tagsüber einen der 2 folgenden Konflikte erlebe und mich in der Nacht davon erhole. Solange ich keine Lösung finde, bleibe ich am Tage in diesem Stress verhaftet. Daher reagiere ich im Schlaf auf körperlicher Ebene. In der nächtlichen Reparaturphase verstärkt mein Körper nun meinen Herzmuskel. Der biologische Sinn dahinter ist mich leistungsfähiger zu machen, damit ich meinen erhöhten Anforderungen besser gewachsen bin. Dadurch wiederum könnte es zu Reaktionen im Lungenkreislauf kommen und die Atmung beeinträchtigt werden.

 

1. Ein Überforderungskonflikt mit sozialer Komponente 

Ich fühle mich nicht leistungsfähig genug und kann einen Menschen oder auch ein Tier nicht gut genug unterstützen.

 

Enstehungsmöglichkeiten:

  • Mein geliebtes Pferd ist krank, doch so sehr ich mich auch einsetze, verbessert sich sein Zustand nicht.
  • Nach meiner Scheidung mache ich mir große Sorgen um meine Tochter, die bei ihrer Mutter lebt. Ich glaube nicht, dass meine Exfrau sich angemessen um mein Kind kümmern kann, doch sie hat das Sorgerecht.
  • Unsere Firma ist aufgekauft worden und ich will nun meinen neuen Chef von meiner guten Leistung überzeugen.
  • Mein Bruder hat Existenzsorgen und ich versuche ihm so gut wie möglich zu helfen.

2. Ein Übervorteilungskonflikt mit sozialer Komponente 

Ich fühle mich ausgenutzt, hereingelegt oder über den Tisch gezogen.

 

Zur Verdeutlichung:

  • Mir wird bewusst, dass meine Frau mich nur meines Geldes wegen geheitratet hat, welches sie auch mit vollen Händen ausgibt.
  • - Auf einmal erkenne ich, dass ich in der gemeinschaftlichen Firma alle Verantwortung alleine trage, während mein Geschäftspartner entspannt durch Leben geht und sich die Hälfte des Gewinns ausschütten lässt.